Geschichtliches und Vorgeschichtliches zum Ausschuss für Angelegenheiten der psychiatrischen Krankenversorgung des Landes Sachsen-Anhalt

"Vorgeschichtliches"

In den siebziger Jahren wurden in den "alten" Bundesländern mit der Psychiatrie-Enquete der Expertenkommission entscheidende Grundlagen für neue Wege in der psychiatrischen Krankenversorgung gelegt.

1991 folgte die Verordnung über Maßstäbe und Grundsätze für den Personalbedarf in der stationären Psychiatrie (Psychiatrie-Personalverordnung - PsychPV), die den Kliniken die Einstellung von ausreichend Fachpersonal ermöglichte und damit eine angemessene stationäre und teilstationäre Behandlung gewährleistete. (Zur PsychPV bleibt anzumerken, dass sie bereits nach 10 Jahren der massiv veränderten Versorgungsproblematik nicht mehr gerecht wurde und seither zur Disposition steht).

Auch in der ehemaligen DDR gab es Reformgedanken fortschrittlich denkender Ärzte, Therapeuten und Fürsorger/innen; so hat das Rodewischer Symposium im Mai 1963 mit seinen "Rodewischer Thesen" wichtige Impulse für eine Neuorientierung in der medizinischen Versorgung und sozialen Betreuung psychisch kranker Menschen gegeben.

Psychiatrieplanung des Landes Sachsen-Anhalt

Das erste "Programm und der Bericht der Landesregierung zur psychiatrischen Krankenversorgung im Land Sachsen-Anhalt" konnte vom Ministerium für Arbeit und Soziales bereits im Juni 1992, 18 Monate nach seinem Aufbau, herausgegeben werden. Das Material wurde durch eine Kurzfassung zur "Psychiatrischen Versorgung in Sachsen-Anhalt" vom August 1992 ergänzt.

Die Psychiatrieplanung wurde 1996 fortgeschrieben unter dem Titel:
"Psychiatrische Versorgung und Suchtkrankenversorgung im Land Sachsen-Anhalt - Teil 1: 1. Fortschreibung des Psychiatrieplanes".

Im Jahr darauf, 1997, ergänzte das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit die "Landesplanung der Psychiatrischen Versorgung und Suchtkrankenversorgung im Land Sachsen-Anhalt" durch 
"Teil 2: Programm zur Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe".

Die Planung des Landes Sachsen-Anhalt zur Versorgung behinderter Menschen im Rahmen der Eingliederungshilfe wurde 1998 mit dem
"Teilplan für Menschen mit seelischen Behinderungen und für Menschen mit chronischen Suchterkrankungen" der Öffentlichkeit vorgestellt.
Eine der entscheidenden Grundlagen der Landesplanung waren die
"Leitlinien zur Entflechtung / Enthospitalisierung der Landeskrankenhäuser Haldensleben, Uchtspringe und Jerichow" (Seiten 37-40).

Entgegen den Empfehlungen des Psychiatrieausschusses wurde vom Land eine Fortschreibung der Planung der psychiatrischen Krankenversorgung, ihre Aktualisierung und Anpassung an internationale Standards nach 1998 nicht weiter betrieben. Sachsen-Anhalt hat keine Landespsychiatrieplanung.

Ausschussvorstandsmitglieder seit 1993

Prof. Dr. Heinze überreicht den 4. Jahresbericht an den Landtagspräsidenten, Dr. Keitel (Foto: Gudrun Fiss)
Prof. Dr. Heinze überreicht den 4. Jahresbericht an den Landtagspräsidenten, Dr. Keitel

Erste Berufungsperiode 1993 - 1997

Vorsitzender: Herr Ministerialrat a.D. Prof. Dr. med. Hans Heinze, Wunstorf

Stv. Vorsitzende: Frau Prof. Dr. med. Fikentscher, Halle (1993 - 1994)

Stv. Vorsitzender: Herr Dr. med. Dietrich Rehbein, Quedlinburg (1994 - 1997)

 

Dr. Rehbein (Foto: Gudrun Fiss)
Dr. med. Dietrich Rehbein

Zweite Berufungsperiode 1997 - 2001

Vorsitzender: Herr Priv. Doz. Dr. med. Felix M. Böcker, Naumburg

Stv. Vorsitzender: Herr Dr. med. Dietrich Rehbein, Quedlinburg
Herr Dr. Rehbein wurde 2002 für sein vielseitiges ehrenamtliches Engagment mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Dr. med. Alwin Fürle

Dritte Berufungsperiode 2001 - 2005

Vorsitzender: Herr Dr. med. Alwin Fürle, Bernburg
Herr Dr. Fürle wurde 2012 für sein vielseitiges ehrenamtliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Stv. Vorsitzender: Herr Erhard Grell, Halle

PD Dr. med. Felix M. Böcker

Vierte Berufungsperiode 2005 - 2009

Vorsitzender: Herr Priv. Doz. Dr. med. Felix M. Böcker, Naumburg

Stellv. Vorsitzender: Herr Erhard Grell, Halle (Saale)

 

 

 

 

 

 

Dr. med. Bernd Langer

Fünfte Berufungsperiode 2009 - 2013
Sechste Berufungsperiode 2013 - 2017

Vorsitzender Herr Dr. med. Bernd Langer

Stv. Vorsitzender Herr Erhard Grell

Vorsitzender

Siebente Berufungsperiode 2017 - 2021

Vorsitzender: Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Henning Flechtner, Magdeburg

Stellvertretender Vorsitzender: Erhard Grell, Halle